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Island - ICELAND

4. Expeditionsbericht

Ich bin nun in Akureyri der Haupstadt des isländischen Nordens angekommen. Zurückblickend kann ich, nach nunmehr 1.300 km auf dem Fahrrad, versuchen die Insel am Polarkreis einzuschätzen. Mit Sicherheit bin ich auf keiner meiner vielen bisherigen Reisen mit so drastischen oder schnellen Wetterwechseln konfrontiert wurden wie hier. Der Wind ist der Feind eines jeden Radfahrers, welcher sich an der Islandumrundung versucht. Das Wetter kann von Schneesturm und bis zu 15 m/s Gegenwind bis zu blauem Himmel mit Sonnenschein und fast Windstille an einem Tag erlebt werden. Die zugeschneiten Nordwestfjorde, welche noch immer im Winterschlaf ruhten verlangten mir so manchen moralischen Tiefpunkt ab. Dennoch fällt mein Fazit für Island schon jetzt sehr positiv aus. Denn auf der anderen Seite gibt es sicher weltweit wenig vergleichbare Orte, an welchen man die ungezähmte Gewalt und auch Schönheit der Natur in dieser unverfälschten Art erleben kann. Ich habe tausende Vögel bei ihren Sturzflügen von den Steilklippen der Insel Grimsey beobachtet oder Buckelwale im Eyjafjord bestaunt. Aus den schroffen Bergen donnern unzählige Wasserfälle ins Tal, welche ankündigen, dass der Sommer kommen wird und der Schnee weichen muss. Die Natur steht in den Startlöchern und bricht mit einer Geschwindigkeit und Farbenpracht aus der fruchtbaren Erde das ich nur staunen kann. Ich bin guter Dinge das ICELAND noch so manches Abenteuer für mich bereit hält und ich werde allen Winden trotzen, um dieses fabelhafte Land noch weiter zu entdecken.

Viele Grüße
Euer Gil



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